DAS KUNSTWERK DER ZUKUNFT 2.0

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Wir freuen uns sehr, die visionären Ausstellung mit dem Titel “Das Kunstwerk der Zukunft 2.0” des Berliner Malers und Multimedia-Künstlers DENNIS RUDOLPH anzukündigen. In den großzügigen Räumen der Galerie findet die Inszenierung einer einzigartigen Verschmelzung von traditionellen Medien und digitalen Technologien statt. Das Publikum ist eingeladen, durch das klassische Tafelbild in eine utopische Welt einzutreten.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Werk mit dem Titel “Götterfries II (Aufstieg der Eurydike / Fall of Rome)” (2023)

Auf den ersten Blick handelt es sich um eine 8m lange Leinwand, auf deren Oberfläche sich ein vordergründig abstraktes Flechtwerk aus breiten Pinselspuren abbildet. Die Pinselbahnen sind mal länger, mal kürzer aber immer kraftvoll gezogen und bleiben in ihren singulären Farbbahnen monochrom. Leicht geschwungen scheint es, als folgten sie der Kontur einer unsichtbaren logischen Form. 

Der Künstler hat die Ölfarbe auffallend pastos aufgetragen und so gleicht diese Malerei einem taktilen Relief. Der schwere Duft der Farbe strömt in den Ausstellungsraum und betört nicht nur die visuellen sondern auch den Geruchssinn. Alles in und an diesem Panorama aus Malerei packt die realen Sinne des Ausstellungsbesucher mit einer unwiderstehlichen Attraktivität und seinem vehementen Strömen.

Und doch stehen zwischen diesen „Landzonen“ aus pastoser Farbe die luziden Flächen von einem atmosphärischen Blau. Diese “Leerstellen” wirken wie kleine Fenster, die den Blick in das endlose Firmament des Himmels freigeben. 

Die Assoziation an die Deckenmalereien barocker Kirchen ist geweckt

Es ist das Malen in der virtuellen Realität, welches auf erfrischende Art und Weise die Stilmittel verändert hat, wie Dennis Rudolph im realen analogen Leben bzw. eingangs beschrieben mit Pinsel und Ölfarbe auf Leinwand malt. 

Die gegenwärtigen technologischen Bedingungen, die der Mensch für die Existenz und Erfahrung von Kunst geschaffen hat, verändern auch die Kunst selber. So ist die Malerei in der Virtual Reality – an der Grenze zwischen An- und Abwesenheit – eine der zentralen Dichotomien in der Arbeit von Dennis Rudolph. 

Bei der Suche nach Möglichkeiten, den digitalen Pinselstrichen ihre Materialität zurückzugeben und sie auf “unsere analoge Seite” der Realität zu transformieren, hat Rudolph begonnen, Ausschnitte seiner virtuellen Werke in einer dicken Impasto-Technik mit Ölfarbe auf Leinwand zu malen. (s.o.)


Mit einer von ihm entwickelten Augmented Reality App, die sich die Besucher*innen auf ihr Smartphone herunterladen, treten die digital gemalten Figuren in Augmented Reality exakt an den von Rudolph in Öl gemalten Ausschnitten aus den Bildern hervor. 

In diesem Moment verliert das Bild seine Abstraktion und wir erkennen, daß das physische Gemälde Teil eines größeren visuellen digitalen Ganzen ist. 

 Im „Götterfries II“ von Dennis Rudolph führen die immateriellen Boten der griechischen Mythologie eine dramatische Choreographie auf. Und weil laut dem Künstler „in der vituellen Welt alles möglich (ist)“, gelingt auch der Aufstieg der Eurydike, welcher ihr laut der greichischen Sage verwehrt geblieben war, da ihr Liebster Orpheus nicht der ihm gestellten Prüfung standhielt. Die AR macht nun die Erfahrung des Übergangs von einer Realität zur anderen möglich, sodass die „Unterwelt“ allein noch als eine „andere Realität“ – bspw.e als die VR=die virtuelle Realität – wahrgenommen wird. Und so kann die Eurydike – nach allegorischem Verständnis – „aufsteigen“, also durch die Realitäten wandern.

Im Entree der Galerie wird der Einblick in die digitale Werkstatt des Künstlers gewährt. Hier lässt Dennis Rudolph von seinem technischen Assistenten, dem 3D-Drucker, das nächste Modell für seine neue Bronzekopf-Edition produzieren, welcher gestalterisch auf der virtuellen 3D-Malerei des Künstlers basiert. Der Ausstellungsbesucher kann über die Wochen der Ausstellung Schicht für Schicht ihr generatives Entstehen, Wachsen beobachten… Entgegegen dem allgemeinen Trend der Digitalisierung aller Bereiche unseres Lebens, geht Dennis Rudolph den entgeggengestezten Weg: er materialisiert die immateriellen digitalen Pinselstriche, indem er sie in die alten Medien der Bronze(Skulptur) und (Öl)Malerei überführt. 

 Am Ende wird ein Bronzekopf im Zentrum der Ausstellung stehen, der im Anspruch des Denkmals eine auf ewig währende Erinnerung an die Überführung des Digitalen in die tradierten Medien bezeugt. Zusammen mit für die Arbeiten komponierter Musik sprechen die Werke Dennis Rudolphs alle unsere Sinne an und schaffen so eine immersive, multisensorische Erfahrung, in der sich Ölgemälde, digitale Malerei, Skulptur, Architektur und Musik zu einem Wagner- meets- Hollywood – Gesamtkunstwerk verbinden. 

„Selbstverständlich nur für die, die ein Smartphone besitzen. Was aber auf so ziemlich jede*n zutrifft. Wir sind ja bereits alle Cyborgs.“ 

(Dennis Rudolph)

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We are very pleased to announce the visionary exhibition entitled “The Artwork of the Future 2.0” by Berlin-based painter and multimedia artist DENNIS RUDOLPH. The staging of a unique fusion of traditional media and digital technologies will take place in the gallery’s spacious rooms. The audience is invited to enter a utopian world through the classic panel painting.

At the centre of the exhibition is the work entitled “Frieze of the Gods II (Rise of Eurydice / Fall of Rome)” (2023).

At first glance, it is an 8m-long canvas on whose surface a superficially abstract weave of broad brushstrokes is depicted. The brushstrokes are sometimes longer, sometimes shorter but always powerfully drawn and remain monochrome in their singular colour trajectories. Slightly curved, they seem to follow the contour of an invisible logical form.


The artist has applied the oil paint in a strikingly impasto manner and so this painting resembles a tactile relief. The heavy scent of the paint wafts into the exhibition space and beguiles not only the visual but also the olfactory senses. Everything in and about this panorama of painting grabs the real senses of the exhibition visitor with an irresistible attraction and its vehement flow.

And yet, between these “land zones” of impasto paint stand the lucid surfaces of an atmospheric blue. These “empty spaces” seem like small windows that offer a view of the endless firmament of the sky.

The association with the ceiling paintings of baroque churches is awakened.

It is painting in virtual reality that has changed the stylistic means in a refreshing way, as Dennis Rudolph paints with brush and oil paint on canvas in real analogue life or as described at the beginning.

The current technological conditions that man has created for the existence and experience of art are also changing art itself. Thus, painting in virtual reality – on the border between presence and absence – is one of the central dichotomies in Dennis Rudolph’s work.

In his search for ways to give digital brushstrokes back their materiality and transform them to “our analogue side” of reality, Rudolph has begun to paint sections of his virtual works in a thick impasto technique with oil paint on canvas. (see above)

Using an augmented reality app he developed, which visitors download onto their smartphones, the digitally painted figures in augmented reality emerge from the paintings exactly in line with the sections Rudolph painted in oil.

At this moment, the painting loses its abstraction and we realise that the physical painting is part of a larger visual digital whole.

In Dennis Rudolph’s “Frieze of the Gods II”, the immaterial messengers of Greek mythology perform a dramatic choreography. And because, according to the artist, “anything (is) possible in the vital world”, Eurydice also succeeds in her ascent, which, according to the Greek myth, she was denied because her lover Orpheus could not withstand the test set for him. AR now makes the experience of the transition from one reality to another possible, so that the “underworld” alone is perceived as “another reality” – e.g. as VR=virtual reality. And so Eurydice can – according to allegorical understanding – “ascend”, i.e. wander through the realities.

The entrance to the gallery offers a glimpse into the artist’s digital workshop. Here, Dennis Rudolph has his technical assistant, the 3D printer, produce the next model for his new bronze head edition, which is creatively based on the artist’s virtual 3D painting. Over the weeks of the exhibition, the visitor can observe its generative emergence and growth layer by layer… Contrary to the general trend of digitalisation in all areas of our lives, Dennis Rudolph takes the opposite approach: he materialises the immaterial digital brushstrokes by transferring them into the old media of bronze (sculpture) and (oil) painting.

In the end, a bronze head will be at the centre of the exhibition, testifying in the claim of the monument to an eternal memory of the transfer of the digital into the traditional media. Together with music composed for the works, Dennis Rudolph’s works appeal to all our senses, creating an immersive, multi-sensory experience in which oil painting, digital painting, sculpture, architecture and music combine to create a Wagner-meets-Hollywood Gesamtkunstwerk.

“Only for those who own a smartphone, of course. But that applies to pretty much everyone. After all, we are all cyborgs already.”

(Dennis Rudolph)



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