Für ihre große Sommerausstellung zeigt die Fondation Blachère eine Einzelausstellung des südafrikanischen Künstlers Wim Botha – mit Zeichnungen, Skulpturen und Installationen.
Botha beherrscht die klassischen Techniken von Skulptur, Zeichnung und Malerei wie kaum ein anderer – mal zart und sensibel, mal roh und fragmentiert, erinnert sein Umgang mit Material, Linie und Balance an die italienischen Meister der Renaissance. Holz, Bücher, Polystyrol, Glas: Alltägliche Materialien verwandelt er in schwebende Büsten und raumgreifende Installationen.
Vor der Vernissage war der Künstler zwei Wochen als Artist in Residence vor Ort, um die Ausstellung aufzubauen. Organisiert in Zusammenarbeit mit europäischen Leihgebern sowie den Galerien Michael Stevenson (Kapstadt/Johannesburg) und FeldbuschWiesnerRudolph (Berlin).
Wim Botha (*1974 in Pretoria, Südafrika) lebt und arbeitet in Kapstadt. Er studierte Bildende Kunst an der University of Pretoria und zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Bildhauern Südafrikas. Bekannt wurde er durch Skulpturen aus ungewöhnlichen Materialien – etwa Büsten, die er aus gestapelten Bibeln, Enzyklopädien oder Polystyrol schnitzt – mit denen er klassische europäische Kunstgeschichte, Macht, Religion und Identität hinterfragt. Seine Arbeiten wurden international gezeigt, u. a. auf der Biennale von Venedig (2013, Südafrikanischer Pavillon).